Arzt am Fjord

Neue Chance für arbeitslose Mediziner

 

Ein Film von Annette Siebenbürger

 

Deutschland: Ärzteschwemme – rund 68.000 Mediziner sind ohne Perspektive. Unter ihnen – Christian Scharnweber, arbeitsloser Arzt.

Norwegen: Ärztemangel – mindestens 1.000 Mediziner fehlen.
Besonders in den einsamen nördlichen Gebieten.
Händeringend sucht die norwegische Regierung qualifizierte junge Ärzte,
um in den nordischen Einöden die medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Etwa 400 deutsche Ärzte nehmen die Herausforderung an.
Christian Scharnweber ist einer von ihnen.
Mit seiner Frau Susanne und der gemeinsamen kleinen Tochter Sophie verlässt er Deutschland, um in Norwegen ein neues Leben aufzubauen.

Larsnes heißt ihre neue Heimat, ein kleiner Ort, der auf einer Insel inmitten zahlloser weiterer Inseln an der Nordwestküste von Norwegen liegt.
Die Natur ist wunderschön, die Bevölkerungsdichte gering. Es gibt kein Restaurant und das nächste Kino oder Theater liegt über eine Stunde entfernt, zu erreichen mit einer Fähre.

Als Landarzt ist Christian Scharnweber nun zuständig für den gesamten Kreislauf des Lebens:
Von der normalen Behandlung in der Gesundheitsstation, über Hausbesuche, bis zum Notfall auf Leben und Tod wird er mit allem konfrontiert.
Viele Patienten kann er nur mit einem Ambulanzboot erreichen.
Der Weg bis zum nächsten Krankenhaus ist lang, - manchmal gefährlich lang.

Die junge Familie in der norwegischen Abgeschiedenheit ist plötzlich einem völlig anderen Leben ausgesetzt, aber fest entschlossen, die Aufgabe zu meistern. Zunächst einmal gilt es, die Sprachprobleme zu bewältigen, Freunde zu gewinnen, das Privatleben den Umständen entsprechend neu zu gestalten,
auch mit der Einsamkeit und den vielen Monaten der Dunkelheit klarzukommen.

„Arzt am Fjord“ erzählt die Geschichte von Christian, Susanne und Sophie, – einer Familie auf der Suche nach einer neuen Perspektive.

 

Kamera Tobias Heilmann
  Stephan Krause
   
Ton Markus Schulte
   
Schnitt Tomas Frank
   
Redaktion Enno Hungerland

 

Text und Fotos © WDR/Screen Land Film